MacBook einrichten

office-1730940_640Um ein neues MacBook einzurichten, muss man es lediglich starten und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Falls man keine Apple-ID hat, ist die Einrichtung nach ein paar Minuten erledigt und man kann sofort loslegen.

Mit einem Windows-Notebook geht es übrigens mittlerweile ebenso schnell. Die Unterschiede offenbaren sich beim Übertragen der Inhalte vom einen auf den anderen Rechner. In unserem Fall wird ein altes MacBook gegen ein neues ausgewechselt.

Grundsätzlich stehen dafür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Möglichkeit 1: Man nutzt eine externe Festplatte als TimeMachine-Laufwerk, auf dem vom alten MacBook ein vollständiges Update erstellt wird.
Möglichkeit 2: Wie Möglichkeit 1, nur dass man eine TimeCapsule verwendet.
Möglichkeit 3: direkt vom alten MacBook die Daten übertragen

Was ist zu tun?

Man startet das neue MacBook, woraufhin dieses direkt am Anfang fragt, ob es als neues Gerät installiert oder ob Daten von einem anderem System verwendet werden sollen. Natürlich wählt man letzteres, woraufhin sich der Migrationsassistent öffnet.

Das neue MacBook haben wir bei uns in dem WLAN angemeldet, in dem auch der alte Mac angemeldet ist, so dass wir die Wahl zwischen unserer TimeMachine und dem alten MacBook hatten. Wir haben uns für Möglichkeit 3 entschieden. Die direkte Datenübertragung vom alten MacBook auf das neue MacBook via WLAN-Verbindung.

Schneller geht es, wenn man die beiden MacBooks direkt mit einem Ethernet- oder Thunderboltkabel verbindet, wobei zu beachten ist, dass neue MacBooks oftmals gar keinen Ethernetanschluss haben, so dass ein Adapter her müsste.

Zurück zur Einrichtung: Wir sind immer noch auf dem neuen MacBook, auf dem wir nun auswählen, dass wir die Daten von einem anderen Mac übertragen möchten. Daraufhin fängt das neue MacBook an zu suchen (und findet vorerst nichts).

Nun wechseln wir zum alten MacBook und öffnen dort den Migrationsassistenten (entweder über den Ordner „Dienstprogramme“ oder über die Spotlight-Suche). Nun wählen wir die Option, die Daten auf einen neuen Mac zu übertragen. Bei uns hat der alte Mac einen Sicherheitscode angezeigt, den wir auf dem neuen Mac bestätigen müssen, sobald dieser gefunden wurde. Manchmal mag es auch anders herum sein.

Nun kann man die Daten auswählen, die man übertragen möchte. Durch die Neueinrichtung gibt es auf dem neuen Mac noch keinen Benutzeraccount, sodass wir den gleich mitmigriert haben. Es gibt auch die Möglichkeit genau den gleichen Prozess nach Einrichtung des neuen Macs zu starten. Dann funktionieren die Schritte analog.

Der Vorteil bei dieser Migration: es werden auch alle Programme übertragen. Während bei Windows-Rechnern meist alle Programme nachinstalliert werden müssen, kann man bei einem Mac die Programme (in Abhängigkeit der Lizenzierung) sofort nutzen. Bei manchen Programmen müssen diese erst auf dem alten MacBook deaktiviert werden (z.B. CleanMyMac 3), bei anderen kann man sie einfach erneut aktivieren (z.B. das Microsoft-Office), die meisten funktionieren sofort wieder (z.B. Lightroom).

Tipp: Bevor der alte Mac zurückgesetzt wird, sollten auf dem neuen Mac alle Programme ein Mal getestet werden. Wie der Mac zurückgesetzt wird, zeigen wir in einem späteren Beitrag.

Gleichzeitig wurden alle Einstellungen des alten Macs übertragen. Sei es die Browserhistorie, die Passwörter für das WLAN oder sonstige Einstellungen. Man kann nach der Migration also mehr oder weniger sofort auf dem neuen Mac weiterarbeiten, als wäre nichts passiert.

Bei uns hat die Migration von gut 400 GB knapp zwei Stunden gedauert. Mit einem Windows-Rechner ist uns solch eine Migration bisher noch nicht gelungen.

Hinweise

Hinweis 1: Mit dem Migrationsassistenten können auch Daten von einem Windows-PC übertragen werden. Das macht meines Erachtens wenig Sinn. In diesem Fall ist es sinnvoller, wenn die Daten via Datenträger übertragen werden. Die Programme werden natürlich nicht migriert.

Hinweis 2: Wer meint, dass sein alter Mac „zugemüllt“ ist, wähle nicht den Weg über die Migration, sondern setze ihn neu auf. Es wird tatsächlich alles eins zu eins übertragen. Auch etwaiger Datenmüll.

Hinweis 3: Diese Migration kann Probleme bereiten, wenn auf dem neuen Mac weniger Speicherplatz als auf dem alten Mac vorhanden ist. In diesem Fall müssen zuerst die Daten vom alten Mac soweit reduziert werden, dass die Datenmenge auf den neuen passt. Dabei können diverse Programme helfen, die den Festplatteninhalt anzeigen können. Oftmals sind die Caches prall mit Datenmengen gefüllt, die getrost gelöscht werden können.

Hinweis 4: Die Apple-Software, die auf dem neuen Mac vorhanden sein müsste, ist nach der Migration natürlich ebenfalls vorhanden, auch wenn diese für den alten Mac noch nicht enthalten war. Wenn im alten Rechner also noch kein Pages dabei war, man sich Pages auch nicht gekauft hat, der hat mit einem neuen Mac natürlich Pages mit dabei.

Hinweis 5: Wir haben die Migration selbst durchgeführt. Den entsprechenden Artikel von Apple findet sich unter https://support.apple.com/de-de/HT204350. Dort wird die Migration nach Einrichtung des neuen Macs beschrieben.


Dieser Beitrag ist Teil der Reihe Mittwochs mag ich von frollein Pfau.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

+ 4 = 7