Bestandteile unserer Nahrung

Neben dem Ener­gie­ge­halt soll­te man auch auf die Zusam­men­set­zung der zuge­nom­me­nen Kalo­rien ach­ten. Die gan­zen Diä­ten, die dar­auf abzie­len, bestimm­te Inhalts­stof­fe zu redu­zie­ren, kann man getrost ver­ges­sen. Es wird viel­mehr emp­foh­len, dass die Ener­gie­zu­fuhr aus 55% Koh­len­hy­dra­te, 30% Fett und 15% Eiweiß bestehen soll­te. Zudem soll­te der Zucker­an­teil in der Nah­rung pro Tag die 10% nicht über­stei­gen. Es besteht aller­dings kei­ne Einig­keit dar­über, wel­che Zucker­ar­ten mit­ge­zählt wer­den. Am bes­ten fängt man mit dem Indus­trie­zu­cker an und bezieht spä­ter zusätz­lich den Zucker aus Obst und Gemü­se mit ein. Vor allem, wer ger­ne Säf­te trinkt, wird mer­ken, wie schnell die Men­ge an Zucker über­schrit­ten wird.

Bei­spiel: Für ein Glas Oran­gen­saft benö­tigt man min­des­tens vier bis fünf Oran­gen. Nun stel­le man sich vor, die­se Men­ge an Oran­gen auf ein­mal zu essen. Auf die­se Idee wür­de kaum jemand kom­men. Da die­ses Exem­pel bei ande­ren Obst­sor­ten nicht anders aus­sieht, soll­te man drin­gend auf einen regel­mä­ßi­gen Saft­kon­sum ver­zich­ten.

Die­se Pro­zen­te kann man auf sei­nen Tages­be­darf run­ter­rech­nen. Hier kommt dann der Drei­satz ins Spiel, den alle immer wie­der ger­ne anwen­den: 1 kcal ent­spre­chen 0,24 g KH, 0,11 g Fett oder 0,24 g Eiweiß.

Bei einem Tages­be­darf von 2.400 kcal ver­teilt sich die Ener­gie­men­ge damit wie folgt:
1320,0 kcal → 316,8 g KH
720,0 kcal → 79,2 g Fett
360,0 kcal → 86,4 g Eiweiß
240,0 kcal → 57,6 g Zucker

Zusätz­lich soll­te man sich Gedan­ken dar­über machen, ob man aus­rei­chend Nähr­stof­fe zu sich genom­men hat. Auch da gibt es Emp­feh­lun­gen, die man zumin­dest als gro­be Richt­li­nie nut­zen kann (sie­he geson­der­ten Bei­trag zu die­sem The­ma).

Wer das nicht per Hand aus­rech­nen mag, der nutzt Tools, wie Apps fürs Smart­phone oder eine schnö­de Excel-Tabel­le. Allein mit die­sen klei­nen eiser­nen Regeln (so man sie durch­hält) wird man sehr schnell die Übel­tä­ter des All­tags ent­de­cken, die eine Gewichts­re­duk­ti­on ver­hin­dern.

Mal ein klei­nes Bei­spiel: Wenn ich eine Oran­ge (250 g), drei klei­ne Stü­cke dunk­le Scho­ko­la­de (20 g) und eine Hand­voll Nüs­se (30 g) esse, dann habe ich schon gut 30% mei­nes Ener­gie­be­darfs auf­ge­nom­men. Das ist mei­nes Erach­tens schon enorm, denn davon bin ich mit­nich­ten satt gewor­den. Eine Piz­za schlägt schnell mit knapp 50% zu Buche, sät­tigt aber deut­lich mehr. Den­noch zei­gen die­se Bei­spie­le, dass es wich­tig ist, dass man Lebens­mit­tel fin­det, die einen aus­rei­chend sät­ti­gen und wenig Kalo­rien haben.

Wie nun die­se Theo­rie in die Pra­xis umge­setzt wer­den kann, zei­gen die kom­men­den Bei­trä­ge.

Trinkmenge

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Es ist essen­ti­ell für den Men­schen, aus­rei­chend Flüs­sig­keit zu sich zu neh­men. Gut ein Drit­tel nimmt der Mensch über die Nah­rung auf, soweit die­se aus­rei­chend aus­ge­wo­gen ist. Die feh­len­den zwei Drit­tel müs­sen über das Trink­ver­hal­ten aus­ge­gli­chen wer­den.

Immer wie­der hört man von der Emp­feh­lung, dass man min­des­tens zwei Liter pro Tag trin­ken soll. Davon geht man weg, denn eine zier­li­che Per­son von 60 kg benö­tigt sicher­lich eine ande­re Flüs­sig­keits­men­ge als der 120 kg Mann. Des­halb sagt man heut­zu­ta­ge, dass eine Trink­men­ge von 30 ml pro kg Kör­per­ge­wicht zu sich genom­men wer­den soll­te.

60 kg → 1800 ml (also zir­ka 1,8 l)
80 kg → 2400 ml (also zir­ka 2,4 l)
100 kg → 3000 ml (also zir­ka 3,0 l)

Es lässt sich anhand der Far­be des Urins leicht fest­stel­len, ob man genug getrun­ken hat. Dabei gilt, dass je hel­ler der Urin ist, umso aus­rei­chend ist der Mensch mit Flüs­sig­kei­ten ver­sorgt. Ist der Urin dun­kel und geruchs­in­ten­siv, so wur­de zu wenig getrun­ken.

Wer auf­grund sei­ner (neu­ro­mus­ku­lä­ren) Erkran­kung in sei­ner Mobi­li­tät ein­ge­schränkt ist, muss immer zusätz­lich pla­nen, wo er sich ent­lee­ren kann. Steht z.B. eine Zug­fahrt an, bei der zu erwar­ten ist, dass das WC nicht zu errei­chen ist, soll­te etwas weni­ger getrun­ken wer­den. Alter­na­tiv kann ein mobi­les WC mit­ge­führt wer­den, mit dem die Flüs­sig­keits­men­ge spä­ter ent­sorgt wird. (Affi­lia­te-Link zu einem prak­ti­schen por­ta­blen Uri­nal für bei­de Geschlech­ter).

Wer aus­rei­chend trinkt, und die Far­be des Urins bleibt dun­kel, soll­te unbe­dingt und drin­gend zum Uro­lo­gen oder in die nächs­te Not­auf­nah­me.

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