Das gute Bild: Die eigenen Fotos mit anderen Augen sehen

Ich fin­de, dass der Titel für die­sen Rat­ge­ber nicht opti­mal gewählt wur­de. Es geht haupt­säch­lich um das eige­ne Port­fo­lio und um die Prä­sen­ta­ti­on sel­bi­ges bzw. um Foto­wett­be­wer­be. Das zeigt, dass sich das Buch an fort­ge­schrit­te­ne Foto­gra­fen rich­tet, bzw. größ­ten­teils sogar an Pro­fi-Foto­gra­fen. Denn schon im Vor­wort sagt der Autor Friedrun Rein­hold, dass die Tech­nik und das Beherr­schen der eige­nen Foto­aus­rüs­tung ledig­lich Mit­tel zum Zweck ist und vor­aus­ge­setzt wer­den muss.

Das Buch besteht (nach mei­ner Ein­lei­tung her) kon­se­quen­ter­wei­se aus zwei Tei­len. Im ers­ten Teil geht es dar­um, was ein Port­fo­lio (für Foto­gra­fen) über­haupt ist und was es aus­macht. Was gehört dort hin­ein und was nicht?. Der zwei­te Teil wid­met sich anschlie­ßend den Foto­wett­be­wer­ben und zeigt, wel­che Wett­be­wer­be es gibt und war­um es Sinn machen kann, an sel­bi­gen teil­zu­neh­men.

Der Tenor des Buchs dreht sich zwar durch­aus um die Fra­ge, was ein gutes Bild aus­macht, aber es geht eben weni­ger um das ein­zel­ne Bild bzw. Foto, son­dern eben um die sinn­vol­le Zusam­men­stel­lung und die eige­ne Aus­ein­an­der­set­zung, was für einen per­sön­lich ein gutes Foto über­haupt aus­macht.

Ich per­sön­lich fand die Tex­te gut, in denen der Autor die rich­ti­gen Fra­gen stellt und die pas­sen­den Bei­spie­le zeigt, um sich mit sei­ner eige­nen Foto­samm­lung aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ich denk schon, dass mich das als Hob­by­fo­to­graf wei­ter­brin­gen kann. Ich gehe aber nicht so weit, um mich (in der Foto­sze­ne) bekannt zu machen, weil kei­ne Kun­den habe, denen ich mein Port­fo­lio zei­gen und schmack­haft machen muss. Des­halb haben mich wei­te Tei­le des Buchs weni­ger ange­spro­chen, auch wenn die The­ma­tik sicher­lich span­nend ist.

Fazit

In die­sem Buch geht es weni­ger um das gute ein­zel­ne Foto, son­dern dar­um, wie ich als Foto­graf regel­mä­ßig mei­ne eige­nen Arbei­ten kri­tisch betrach­te. Es geht natür­lich nicht um die Urlaubs­fo­tos am Strand, die wir alle als Erin­ne­rung natür­lich wei­ter­hin machen, son­dern dar­um, sich mit der eige­nen Foto­gra­fie aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die Foto­gra­fie ist ein Kunst­hand­werk, das regel­mä­ßig kri­tisch beäugt wer­den soll­te.

cover

Titel: Das gute Bild: Die eige­nen Fotos mit ande­ren Augen sehen
Autor: Rein­hold, Friedrun
Gen­re: Rat­ge­ber / Foto­gra­fie
Sei­ten­zahl: 242
Ver­lag: dpunkt.verlag

Die­ses Buch wur­de zuerst auf mei­nem Buch­blog vor­ge­stellt.

Die­ses Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se in elek­tro­ni­scher vom Ver­lag zur Ver­fü­gung gestellt. Wei­te­re Hin­wei­se zu Rezen­si­ons­exem­pla­ren fin­den sich im Bereich “Über die­sen Blog” mei­nes Schwes­ter­blogs.

Die Ver­wei­se zu Ama­zon sind mit Affi­lia­te-Links (Link zum Buch) ver­se­hen. Das heißt, dass mit einem Kauf über einen die­ser Links, ich von Ama­zon eine klei­ne Pro­vi­si­on erhal­te. Auf den Preis hat das kei­ne Aus­wir­kung.

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