Die Apple Watch für Rollstuhlfahrer

Es gibt nicht vie­le Smart­wat­ches, die Funk­tio­nen expli­zit für Roll­stuhl­fah­rer anbie­ten, die einen manu­el­len Roll­stuhl nut­zen.
Hin­weis: Die Apple Watch bie­tet auch Funk­tio­nen für Seh- und Hör­be­hin­der­te an. In die­sem Bericht kon­zen­trie­re ich mich auf die Funk­tio­nen für Roll­stuhl­fah­rer.

Die für die Apple Watch wich­ti­ge Ein­stel­lung fin­det sich in der Apple Watch App. Wird die­se geöff­net, muss zur App „Health“ gescrollt wer­den. Nach dem Öff­nen die­ser App gibt es die Opti­on „Gesund­heits­in­fos“ und dort in dem sich geöff­ne­ten Fens­ter die Opti­on „Bear­bei­ten“. Wenn man dar­auf tippt, kann wei­ter unten bei Roll­stuhl „Ja“ aus­ge­wählt wer­den.

Hin­weis: Für das iPho­ne wird die­se Opti­on eben­falls über Ein­stel­lun­gen => Health => Gesund­heits­in­fos => Bear­bei­ten umge­stellt.

Das iPho­ne kann ver­ständ­li­cher­wei­se die Schü­be nicht erken­nen und inter­pre­tiert hier und da eine Bewe­gung mal als Schritt. Ich kom­me im Schnitt auf 55 Schrit­te pro Tag. Das ist natür­lich eine Fehl­in­for­ma­ti­on, da die Sen­so­ren den­noch irgend­ei­ne Art von Erschüt­te­rung detek­tie­ren. Mit der Apple Watch wer­den hin­ge­gen die Schü­be detek­tiert. Aller­dings muss man auch hier Vor­sicht wal­ten las­sen, denn es lässt sich nicht ein­stel­len, womit die­ser Schub gemacht wird. Für die Soft­ware ist es voll­kom­men uner­heb­lich, ob der Roll­stuhl schwer oder leicht ist und es ist auch voll­kom­men uner­heb­lich, ob ich Unter­stüt­zung habe oder nicht (wie z.B. über einen eMo­ti­on).

In der Trai­nings­app auf der Apple Watch kann der Anwen­der zwi­schen zwei Optio­nen wäh­len. Es bie­tet sich an, das unge­fäh­re Temo abzu­schät­zen, mit dem man sich bewe­gen wird, um dann zwi­schen “Roll­stuhl out­door (Geh­tem­po)” und “Roll­stuhl out­door (Lauf­tem­po)” zu wäh­len. Mit dem Start die­ses Trai­nings wer­den Zeit, Tem­po, zurück­ge­leg­te Stre­cke, Kalo­rien­ver­brauch und Herz­fre­quenz auf­ge­zeich­net.

Das sind jetzt zwar kei­ne bahn­bre­chen­den Funk­tio­nen für einen Roll­stuhl­fah­rer, aber ich fin­de es gut, dass Apple über­haupt an Behin­der­te bei der Ent­wick­lung ihrer Soft­ware denkt. Und ich fin­de es schon hilf­reich, dass mei­ne Bewe­gung auf­ge­zeich­net wird und ich moti­viert wer­den, mich auch sit­zend zu bewe­gen.

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