Hindernisse des Alltags Teil 10: Straßenbilder

Mei­ne klei­ne Rei­he geht in die zehn­te Run­de, mit der ich zei­ge, wo für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen Hin­der­nis­se im All­tag auf­tau­chen, die ver­meid­bar wären, wenn denn die Gesell­schaft gewillt wäre, sol­che Hin­der­nis­se zu ver­mei­den. Hier wie­der ein paar Bei­spie­le, die täg­li­che Hin­der­nis­se auf­zei­gen.

hindernis des alltags bordstein

Es ist auf Fotos nicht immer gut zu sehen, aber eine schie­fe Ebe­ne ist manch­mal extrem schief. Ich den­ke, dass es hier gut zu sehen ist, wie mas­siv der Bür­ger­steig geneigt ist. Mit einem manu­el­len Roll­stuhl kann eine sol­che Schrä­ge lang­sam und vor­sich­tig befah­ren wer­den. Mit dem Sce­wo Bro bekom­me ich bei sol­chen Nei­gun­gen erheb­li­che Pro­ble­me, weil der Schwer­punkt des Roll­stuhls spür­bar höher ist. Mit dem Sce­wo hilft nur ein Aus­wei­chen auf die Stra­ße.

hindernisse des alltags abgesenkter bordstein

Eben­falls auf die Stra­ße aus­wei­chen muss ich sol­chen “abge­senk­ten” Bord­stei­nen. Es ist mir in Groß­städ­ten schon sehr oft auf­ge­fal­len, dass die Höhe des Bord­steins enorm ist und man eigent­lich nicht mehr von “abge­senkt” reden kann. Bei sol­chen Stel­len muss ich die nächs­te Gara­gen­aus­fahrt suchen und eben­falls auf die Stra­ße aus­wei­chen. Ein Pro­blem, vor dem ich bis­her in jeder Groß­stadt stand, die ich in Deutsch­land besucht habe. Und in einer Neben­stra­ße wie hier, ist das weni­ger pro­ble­ma­tisch, aber ich muss­te wie z.B. in Ber­lin auch schon mal auf eine viel befah­re­ne Stra­ße aus­wei­chen.

Das Pro­blem ist natür­lich, dass nicht jeder Auto­fah­rer so auf­merk­sam ist und eine Per­son auf der Stra­ße ver­mu­tet.

hindernisse des alltags breite

Vor allem in Stadt­tei­len abseits der gro­ßen Stra­ßen fin­det man regel­mä­ßig ein sol­ches Pro­blem. Der Abstand zwi­schen Pfahl und Bord­stein­kan­te beträgt weni­ger als 60 cm. Auch hier hilft nur ein Aus­wei­chen auf die Stra­ße. Was natür­lich auch für Eltern mit Kin­der­wa­gen gilt.

kopfsteinpflaster

Auch auf die­ses Hin­der­nis tref­fe ich regel­mä­ßig in allen Städ­ten Deutsch­lands. Gro­bes Kopf­stein­pflas­ter mit gro­ßen Lücken und Zwi­schen­räu­men. Bewäl­ti­gen kön­nen vie­le zwar ein sol­ches Kopf­stein­pflas­ter, aber nur im Schne­cken­tem­po und mit teils hoher Anstren­gung. Ein sol­ches Kopf­stein­pflas­ter ist ein­fach nicht mehr zeit­ge­mäß.

Zum Schluss ein Klas­si­ker. Ein Lie­fer­dienst, der sich quer auf den Bür­ger­steig gestellt hat. Kei­ne Ahnung, war­um er sich so hin­ge­stellt hat, dass selbst Fuß­gän­ger kaum Platz haben, sich am Fahr­zeug vor­bei­zu­quet­schen. Hier wäre aus­rei­chend Platz gewe­sen, um sich in zwei­ter Rei­he hin­zu­stel­len, zumal dies eine sehr brei­te Ein­bahn­stra­ße ist. Der Fah­rer steht in die­sem Fall hin­ter dem Fahr­zeug und er hat mich wie ein Auto total ver­ständ­nis­los ange­schaut, als ich ihm gesagt habe, dass er so parkt, dass nie­mand vor­bei­kommt. Hier müs­sen die Lie­fer­diens­te ein­fach dafür sor­gen, dass ihre Fah­rer regel­mä­ßig geschult wer­den.

Es heißt, wer mit einer chro­ni­schen sel­te­nen neu­ro­mus­ku­lä­ren Erkran­kung lebt, muss für die­se selbst zum Exper­ten wer­den. Es gibt aber auch vie­le Über­schnei­dun­gen zu ande­ren Erkran­kun­gen, wes­halb ich alle Bei­trä­ge, die im Zusam­men­hang mit mei­ner Erkran­kung ent­stan­den, auf einer eige­nen Sei­te zusam­men­ge­stellt habe. Dort beschrei­be ich nicht nur den Weg zur Dia­gno­se und wie sich die CMT äußert, son­dern auch, wie ein Schwer­be­hin­der­ten­an­trag bean­tragt wird, wel­che Stol­per­stei­ne der All­tag und die Berufs­welt für behin­der­te Men­schen bereit­hält und ich gehe das ganz gro­ße The­ma Hilfs­mit­tel an. Wie fin­de ich das pas­sen­de Hilfs­mit­tel und wie bean­tra­ge ich es?

Zu mei­ner Über­sicht.

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