Hindernisse des Alltags Teil 11: Zugang zur Wohnung

Über mei­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen Behin­der­ten­park­platz habe ich immer wie­der mal geschrie­ben. Dort par­ken natür­lich noch immer ger­ne Lie­fer­fahr­zeu­ge, denn Hal­te­plät­ze sind in der Innen­stadt von Köln recht rar. Wenn ich auf der Arbeit bin, dann ist der Park­platz nicht belegt, und ich bekom­me gar nicht mit, wenn sich dort tags­über jemand hin­stellt. Wenn ich aller­dings nur kurz beim Arzt bin und frü­her dort wie­der par­ken möch­te, ist das lei­der nicht der Fall.

Aber auch die AWB (Abfall­wirt­schafts­be­trie­be) nut­zen den Park­platz ger­ne, um dort die Müll­ton­nen abzu­stel­len. Das pas­siert lei­der regel­mä­ßig. Ich mache immer ein Foto von der Situa­ti­on und sen­de dies dem Kun­den­ser­vice, der das intern wei­ter­lei­tet. Dann ist ein paar Mona­te Ruhe, bis sich dann wie­der ein sol­ches Bild zeigt.

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Aller­dings sind die Mit­ar­bei­ter der AWB krea­tiv und stel­len die Müll­ton­nen nicht auf den Park­platz, son­dern dane­ben. Noch stei­ge ich über die Fah­rer­sei­te ein und aus. Aber was, wenn ich über die Bei­fah­rer­sei­te aus­stei­ge? Dar­über machen sich die Mit­ar­bei­ter offen­bar weni­ger Gedan­ken, denn es gibt auch sol­che Situa­tio­nen.

Und bei Müll­ton­nen auf dem Park­platz kann ich schlecht das Ord­nungs­amt anru­fen, denn was sol­len die machen? Das gilt auch, wenn Hand­wer­ker den Zugang zum Haus blo­ckie­ren. Das Miets­haus, in dem ich woh­ne, steht in zwei­ter Rei­he und die Ram­pe ist sehr deut­lich zu erken­nen, die ich benö­ti­ge, um die drei Stu­fen zur Haus­tü­re zu bewäl­ti­gen.

Den Fah­rer des LKWs einer Gerüst­bau­fir­ma stört dies weni­ger, denn er hat sich so hin­ge­stellt, dass auch Fuß­gän­ger den Ein­gang nicht so ohne wei­te­res errei­chen kön­nen.

Gut mög­lich, dass der Fah­rer sei­ne Han­dy­num­mer hin­ter der Wind­schutz­schei­be plat­ziert hat, aber wer kann dort schon hoch­klet­tern? Also blieb nur der Weg über die Zen­tra­le, aber die Mit­ar­bei­ter der Fir­ma sind nicht erreich­bar, so dass ich so lan­ge war­ten muss­te, bis ein Nach­bar vor­bei­kam, der den Gerüst­bau­ern Bescheid gege­ben hat. Und tat­säch­lich konn­te der LKW auch so geparkt wer­den, dass die Bewoh­ner zu ihren Woh­nun­gen gelan­gen konn­ten.

Der Mit­ar­bei­ter gelob­te Bes­se­rung und hat sich am nächs­ten Tag anders hin­ge­stellt. Näm­lich so.

Was soll man da noch sagen?

Aber auch die Fir­ma, die den Haus­meis­ter-Ser­vice über­nom­men hat, weiß wie sie kei­ne Rück­sicht neh­men kann. Denn die Fahr­zeu­ge park­ten ähn­lich beschei­den wie der LKW der Gerüst­bau­fir­ma. Das Trau­ri­ge dabei, dass aus­rei­chend Platz ist, die Fahr­zeu­ge so hin­zu­stel­len, dass auch Roll­stuhl­fah­rer vor­bei­kom­men. Aber so weit schei­nen die Mit­ar­bei­ter nicht zu den­ken.

Sehr pro­ble­ma­tisch, dass auch die­se Mit­ar­bei­ter nicht zu errei­chen waren. Wenn in einem der Hin­ter­häu­ser ein Feu­er aus­bricht, dann hilft es wenig, dass die Mit­ar­bei­ter eine Stra­fe erhal­ten, wenn die Häu­ser bis auf die Grund­mau­ern abge­brannt sind, weil die Feu­er­wehr nicht durch­ge­kom­men ist.

hausmeister lieferwagen

Es heißt, wer mit einer chro­ni­schen sel­te­nen neu­ro­mus­ku­lä­ren Erkran­kung lebt, muss für die­se selbst zum Exper­ten wer­den. Es gibt aber auch vie­le Über­schnei­dun­gen zu ande­ren Erkran­kun­gen, wes­halb ich alle Bei­trä­ge, die im Zusam­men­hang mit mei­ner Erkran­kung ent­stan­den, auf einer eige­nen Sei­te zusam­men­ge­stellt habe. Dort beschrei­be ich nicht nur den Weg zur Dia­gno­se und wie sich die CMT äußert, son­dern auch, wie ein Schwer­be­hin­der­ten­an­trag bean­tragt wird, wel­che Stol­per­stei­ne der All­tag und die Berufs­welt für behin­der­te Men­schen bereit­hält und ich gehe das ganz gro­ße The­ma Hilfs­mit­tel an. Wie fin­de ich das pas­sen­de Hilfs­mit­tel und wie bean­tra­ge ich es?

Zu mei­ner Über­sicht.

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