Ich habe einen Buchblog als Schwesterblog, auf dem ich auch Sachbücher vorstelle. Manche dieser Sachbücher sind auch für chronisch kranke Menschen interessant, weshalb ich diese zusätzlich auch auf diesem Blog vorstelle. Und selbst, wenn wir Menschen, die wir mit einer Behinderung leben, Experten für unsere Erkrankung sind, so sind die Erläuterungen zu den unterschiedlichsten Laborwerten sehr hilfreich.
Wer gesund ist, wird sich kaum Gedanken um irgendwelche Laborwerte machen. Zu unrecht, denn diese sind nicht nur dann wichtig, wenn man erkrankt ist, sondern werden auch zur Vorsorge gerne genutzt. Denn oftmals kündigen sich Erkrankungen dergestalt an, dass sie frühzeitig anhand von Laborwerten erkannt werden können.
In diesem Buch werden sehr viele Laborwerte vorgestellt und erläutert. Dabei schaut die Autorin nicht nur auf das Blut bzw. das Blutbild, sondern erklärt auch Laborwerte, die von anderen „Substanzen des Körpers“ bestimmt werden können, wie z.B. Stuhl oder Urin.
Der Aufbau der jeweiligen Kapitel ist sehr ähnlich. Zuerst erläutert die Autorin, wie ein Laborwert benannt wird und welche Funktion diese Substanz im Körper hat. Anschließend geht sie darauf ein, welche Werte unbedenklich sind und welche nicht. Dabei unterscheidet sie zwischen den Geschlechtern und je nach Wert auch zwischen dem Alter.
Dabei wird schnell deutlich, wie komplex diese Thematik ist, denn viele Werte können nicht für sich allein betrachtet werden. Auch können unterschiedliche Erkrankungen für die Abweichungen der Werte verantwortlich sein. All dies erläutert die Autorin leicht verständlich sowohl in Textform, wie auch übersichtlich in zahlreichen Tabellen. Illustrationen oder Grafiken werden nur selten verwendet, um Zusammenhänge zu erläutern.
Was mich ein wenig an dem Buch gestört hat, war der fehlende Index. Das Buch ist nämlich nach Fachgruppen unterteilt, wie z.B. Organwerte, Hormone oder Entzündungswerte. Wenn ich aber vom Arzt die Laborbericht erhalte, dann sehe ich lediglich Abkürzungen, die der Laie aber nicht unbedingt einem Organ zuordnen kann. Klar, die Ärzte sollten den Patienten den Laborbericht erläutern, aber ich habe schon oft erlebt, dass es daran hapert. Der Patient muss also wissen, dass z.B. GPT ein Wert ist, der irgendwas mit der Leber zu tun hat. Dann kann ich zum Kapitel „Leber“ springen. Ansonsten hilft nur die Suche über eine Internetsuchmaschine, damit der Leser weiß, wo er die Erklärung finden kann.
Fazit
Dieses Buch ist sehr umfassend und sehr hilfreich, denn die Autorin erklärt sehr treffend, was sich hinter den unterschiedlichsten Abkürzungen verbirgt. Manchmal sind die Zusammenhänge aber so komplex, dass dies nicht ausführlich möglich ist, bzw. weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen, damit Abweichungen erklärt werden können. Das einzig wirklich störende an diesem Buch ist der fehlende Index, so dass ich immer wieder das Internet heranziehen musste, um herauszufinden, wo ich den gesuchten Wert finden konnte. Dann waren die Erläuterungen sehr hilfreich und (oftmals) wusste ich, woran ich bin. Deshalb ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Und das auch gesunden Menschen.
Titel: Laborwerte einfach verstehen: Was der Laborbericht über unsere Gesundheit verrät und wie wir langfristig fit bleiben
Autor: Winzig, Christina
Genre: Sachbuch / Medizin
Seitenzahl: 256
Verlag: Dorling Kindersley
Dieses Buch wurde zuerst auf meinem Buchblog vorgestellt.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und noch mehr Einblicke ins Buch finden sich auf der Website von Dorling Kindersley.
Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren finden sich im Bereich “Über diesen Blog” meines Schwesterblogs.
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Es heißt, wer mit einer chronischen seltenen neuromuskulären Erkrankung lebt, muss für diese selbst zum Experten werden. Es gibt aber auch viele Überschneidungen zu anderen Erkrankungen, weshalb ich alle Beiträge, die im Zusammenhang mit meiner Erkrankung entstanden, auf einer eigenen Seite zusammengestellt habe. Dort beschreibe ich nicht nur den Weg zur Diagnose und wie sich die CMT äußert, sondern auch, wie ein Schwerbehindertenantrag beantragt wird, welche Stolpersteine der Alltag und die Berufswelt für behinderte Menschen bereithält und ich gehe das ganz große Thema Hilfsmittel an. Wie finde ich das passende Hilfsmittel und wie beantrage ich es?

Schon seit Anbeginn des Internets pflegte Eng einen Blog. Und weil es ihm Spaß macht, seine Erfahrungen zu teilen, sind es immer Mischblogs, so wie dieser hier.
Seitdem seine neuromuskuläre Erkrankung einen deutlich größeren Einfluss auf sein Leben hat, befinden sich neben den Beiträgen zur Fotografie, Aquaristik, Reisen, Verbraucherschutz und Technik auch Beiträge zu Gesundheitsthemen auf diesem Blog.
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