[Ratgeber] Die Sprache der Fotografie

Ted For­bes erzählt von sich und sei­nem Weg zur Foto­gra­fie. In jedem Kapi­tel fin­den sich mal mehr mal weni­ger Anek­do­ten, die zei­gen, wie sei­ne Rei­se hin zu einem Foto­gra­fen gelun­gen ist. Aller­dings ist die Foto­gra­fie nicht nur eine sehr sub­jek­ti­ve Kunst, son­dern auch eine sehr viel­sei­ti­ge.

Mit Fotos kön­nen Sie Schu­he ver­kau­fen, zei­gen, was in der Welt pas­siert, oder zum
Nach­den­ken anre­gen. Fotos kön­nen unse­re Erin­ne­run­gen fest­hal­ten, mit ihnen kön­nen wir unse­rer Lie­ben geden­ken, die Zeit in unse­rem Leben ein­frie­ren oder sogar eine Fas­sa­de auf­bau­en. (S. 48)

Er hat dem The­ma, dass Tech­nik eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt, ein gan­zes Kapi­tel gewid­met. Auf der ande­ren Sei­te wid­met er ein ande­res Kapi­tel dem The­ma Brenn­wei­te. Und natür­lich geht es dann doch um die ein­ge­setz­te Tech­nik, weil man sich als Foto­graf durch­aus die Fra­ge stel­len könn­te, was er mit wel­chem Objek­tiv foto­gra­fie­ren möch­te. Und nicht alle Tipps wer­de ich beher­zi­gen oder kann sie tei­len. Der Satz „Am Anfang soll­ten Sie Zoom­ob­jek­ti­ve mei­den.“ ist ein sol­cher.

Er ver­gleicht die Foto­gra­fie immer wie­der mit der Male­rei. Die eine fügt etwas hin­zu (addi­ti­ve Tech­nik), die ande­re nimmt etwas weg (sub­trak­ti­ve Tech­nik). Bei der einen wer­den Far­ben bewusst gewählt, bei der ande­ren muss man neh­men, was die Umge­bung her­gibt. Den­noch gel­ten die Regeln der Farb­wahr­neh­mung. Logisch. Die klas­si­schen Regeln der Bild­kom­po­si­ti­on dür­fen natür­lich eben­falls nicht feh­len. Das Beson­de­re ist, dass er auch eher sel­te­ne Regeln beschreibt, wie das Arbei­ten mit Ebe­nen (beim Foto­gra­fie­ren und nicht in den Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­men).

Ich fin­de, dass das vor­letz­te Kapi­tel mit eines der Wich­tigs­ten ist. Es heißt „Üben, Üben, Üben“. Auf der Rei­se zum eige­nen Stil ist es enorm wich­tig, immer wie­der los­zu­zie­hen, um groß­ar­ti­ge Fotos zu erstel­len. Und glück­li­cher­wei­se gibt es die Digi­tal­fo­to­gra­fie, bei der ich unend­lich viel Aus­schuss pro­du­zie­ren kann, den ich nach der Betrach­tung ins digi­ta­le Nir­wa­na schi­cken kann.

Ja, die­ses Buch ent­hält eine Men­ge Infor­ma­tio­nen. Mir ist wich­tig, dass Sie sich dar­an erin­nern, auf einer foto­gra­fi­schen Rei­se zu sein, die Hin­ga­be, Enga­ge­ment und Übung erfor­dert. Die­se Rei­se ist für jeden von uns anders, genau­so wie der per­sön­li­che Stil eines jeden Men­schen anders ist. (S. 329)

Fazit

In die­sem Buch schreibt Ted For­bes viel von sei­nen per­sön­li­chen Wegen. Es muss der Leser mögen, dass hier kein Buch ent­stan­den ist, dass objek­tiv auf die Kunst des Foto­gra­fie­rens schaut. Ich fin­de sei­ne Ein­bli­cke durch­aus inter­es­sant und kann auch vie­les nach­voll­zie­hen, weiß aber, dass ich mei­nen Weg teils schon ander­wei­tig gefun­den habe. Die Fotos am Ende der Kapi­tel lässt er oft­mals unkom­men­tiert und gibt auch kei­ne tech­ni­schen Details an, wie die Fotos ent­stan­den. Er lässt den Betrach­ter damit allein und die­ser kann für sich selbst ent­schei­den, ob der Foto­graf das gera­de Erzähl­te ent­spre­chend umset­zen konn­te.

cover

Titel: Die Spra­che der Foto­gra­fie: Der Meis­ter­kurs zu über­zeu­gen­den Bil­dern
Autor: For­bes, Ted
Gen­re: Foto­schu­le / Rat­ge­ber
Sei­ten­zahl: 370
Ver­lag: dpunkt.verlag

Die­ses Buch wur­de zuerst auf mei­nem Buch­blog vor­ge­stellt.

Die­ses Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se vom Ver­lag zur Ver­fü­gung gestellt. Wei­te­re Hin­wei­se zu Rezen­si­ons­exem­pla­ren fin­den sich im Bereich “Über die­sen Blog” mei­nes Schwes­ter­blogs.

Die Ver­wei­se zu Ama­zon sind mit Affi­lia­te-Links (Link zum Buch) ver­se­hen. Das heißt, dass mit einem Kauf über einen die­ser Links, ich von Ama­zon eine klei­ne Pro­vi­si­on erhal­te. Auf den Preis hat das kei­ne Aus­wir­kung.

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