Spendenaktion: Ein Familienvan wird benötigt

Ein neu­es Auto. Na klar, sagt sich der Leser, wer kann das nicht gebrau­chen? Das kann ich ver­ste­hen, nur sieht die Welt für einen schwer­be­hin­der­ten Men­schen etwas anders aus. Das »dicke Auto« ist kein Sta­tus­sym­bol, son­dern ein essen­ti­el­les Fort­be­we­gungs­mit­tel. War­um? Das erklä­re ich mit weni­gen Wor­ten.

Der ÖPNV (öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr) ist lei­der noch immer nicht bar­rie­re­frei. Der Fern- und Regio­nal­ver­kehr ist sehr augen­schein­lich nicht stu­fen­los zugäng­lich, wes­halb die­ser von Roll­stuhl­fah­rern nur mit Hil­fe und star­ken Ein­schrän­kun­gen nutz­bar ist. Aber auch der Nah­ver­kehr ist oft­mals nicht stu­fen- und vor allen Din­gen lücken­los nutz­bar. So man­cher Roll­stuhl hat klei­ne Räder, die in die Lücke zwi­schen Wagen und Bahn­steig pas­sen.

Na, der »Behin­der­te« bekommt doch eh alles geschenkt. Ja, lei­der nicht. Ganz im Gegen­teil müs­sen vie­le schwer­be­hin­der­te Men­schen immer wie­der dafür kämp­fen, um aus­rei­chend ver­sorgt zu wer­den. Jetzt wird der geneig­te Leser viel­leicht sagen, dass mir doch vom Staat eine Mög­lich­keit ange­bo­ten wird, um z.B. zur Arbeit zu kom­men. Viel­leicht über einen Roll­stuhl­ta­xi-Dienst oder sowas.

Ich bin Fami­li­en­va­ter und habe drei Kin­der. Ein Aspekt, der gar nicht berück­sich­tigt wird. Das ist Frei­zeit und mein per­sön­li­ches Pro­blem, dass ich mei­ne Kin­der nicht zum Sport oder Kin­der­ge­burts­tag fah­ren kann.

Ein wei­te­rer Aspekt, wes­halb ich ver­su­che, über alter­na­ti­ve Wege eine Finan­zie­rung für ein Fahr­zeug zu stem­men, liegt dar­in, dass gebrauch­te Fahr­zeu­ge nicht geför­dert wer­den. Was aber im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit sehr unsin­nig ist, denn moder­ne Fahr­zeu­ge kön­nen durch­aus weit über 100.000 km gefah­ren wer­den. Des­halb ver­su­che ich auch, die Finan­zie­rung für einen Gebrauch­ten zu stem­men, vor allem vor dem Hin­ter­grund, dass die Fahr­zeu­ge, in die ein elek­tri­scher Roll­stuhl passt, schnell exor­bi­tant teu­rer sind als z.B. ein gro­ßer Kom­bi.

Und hier kommt nun der Leser ins Spiel. Ich bit­te Dich, mich in mei­nem Vor­ha­ben zu unter­stüt­zen. Wie heißt es so schön? Jeder Euro zählt!