NTFS unter macOS Sierra (macOS 10.12)

Manchmal gehen all die Dinge schief, die schiefgehen können. So zum Beispiel dieser Blog. Zuerst wird die Serverversion zerschnetzelt und dann sind auch noch die Backups korrupt. Mit dem Ergebnis, dass alle Beiträge des Blogs verloren gegangen sind. Hier kommt nun der erste Beitrag, den ich aus dem Archiv retten konnte.

Seit dem 20.09. kann kostenfrei das Apple Betriebssystem auf macOS Sierra upgegraded werden. Mit diesem Upgrade müssen natürlich auch einige Programme upgedated werden. Darunter die NTFS-Treiber, mit denen man auf NTFS-Laufwerke nicht nur lesend, sondern auch schreibend zugreifen kann. Auch macOS Sierra hat diese Treiber nicht automatisch onboard, so dass diese zusätzlich erworben werden müssen. Von Hause aus kann auch NTFS-Laufwerke nur lesend zugegriffen werden.

Direkt am Anfang der Hinweis, dass es keine kostenfreie Variante gibt. Es geistern zwar noch einige alte Beschreibungen im Netz herum, wie dies möglich sein soll, aber diese funktionieren schon seit einigen Jahren nicht mehr. Schon für das Vorgänger-Betriebssystem Mac OS X EL Capitan (10.11) gab es keine funktionierende kostenfreie Lösung, um auf NTFS-Laufwerke schreibend zuzugreifen.

Keine Änderung zu Mac OS X El Capitan

Auch mit dem neuen Betriebssystem macOS Sierra bleibt dem Anwender nichts anderes übrig, als sich Treiber zu kaufen, damit er auf USB-Laufwerke zugreifen kann, die als NTFS formatiert wurden. Aktuell ist dies ausschließlich mit der Tuxera Software möglich, wobei darauf geachtet werden muss, dass die richtige Version für macOS Sierra heruntergeladen wird. Gut möglich, dass der Link zur Downloadversion nicht lange aktuell ist. Bei unserer Version reichte ein Update über den Software-Dialog.

Der andere Hersteller, Paragon, bietet derzeit die Version 14 an, die unter macOS Sierra lauffähig ist. Unter macOS Sierra wird unseren Eindruck von der Paragon-Software bestätigt, den wir schon mit der Einführung von Mac OS X El Capitan gesammelt haben (dieser Beitrag ist leider nicht wiederherstellbar). Der Paragon-Treiber ist deutlich langsamer als der Tuxera-Treiber. Manches Beschreiben dauert eine gefühlte Ewigkeit. Und El Capitan hatten wir sogar den Fall gehabt, dass der Paragon-Treiber ein USB-Laufwerk so beschrieben hat, dass es nicht mehr lesbar war – auch nicht unter Windows.

Aus diesem Grund empfehlen wir weiterhin die Verwendung des Tuxera-Treibers. Er ist auch unter macOS Sierra sehr stabil und bietet eine ausreichend schnelle Performance.


Hinweis 1: Wer gar nicht auf Treiber angewiesen sein möchte, sollte über eine NAS nachdenken. An einer NAS kann der USB-Datenträger angeschlossen werden. Über eine Netzwerkverbindung können dann etliche Endgeräte darauf zugreifen. Unabhängig davon, welches Betriebssystem verwendet wird.

Hinweis 2: Apple hat die Nomenklatur geändert. Es heißt nicht mehr Mac OS X sondern macOS. Damit werden die Betriebssysteme auf den Apple-Endgeräten einheitlich betitelt.

 


Links:

Paragon NTFS für Mac auf Amazon suchen (dort ist mittlerweile eine Version verfügbar, die mit macOS Sierra kompatibel ist)
Tuxera NTFS for macOS

 


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