So geht Jugendschutz nicht (#2): Disney Plus

Disney Plus bietet einen bunten Reigen an unterschiedlichsten Filmen an. Nun gibt es in Deutschland den sehr unglücklich gewählten Alterssprung in der FSK-Einstufung. Nach FSK 6 folgt direkt FSK 12, als wenn diese sechs Jahre in der Entwicklung des Kindes nicht wesentlich wären. Hier wäre sicherlich eine freie Alterseinstufung zielführender. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Wie dem auch sei, der Streaming Dienst Disney Plus bietet zum Schutz der Kinder ein extra Kinderprofil an. Dieses Profil blendet alle Inhalte mit einer FSK 12 aus. Inhalte, die mit einer FSK 16 eingestuft wurden (wie z.B. Deadpool) fehlen im Streamingdienst, was erwachsene User bedauern, Eltern angesichts der schwachen Jugendschutzeinstellungen befürworten.

Grundsätzlich ist die Möglichkeit, ein Kinderprofil zu erstellen, ein guter Schritt in die richtige Richtung. Er wurde nur leider nicht zu Ende gedacht, denn das Kind kann ohne Probleme in der App das Profil wechseln, um dann doch Zugriff auf die Titel zu erhalten, die nicht für die Augen jüngerer Kinder  geeignet sind. Da macht ein solches Profil wenig Sinn, wenn man einem Kind einen Film startet, sich anschließend den Geschwisterkindern widmet und dieses dann ohne Probleme den Film anhalten und zu einem anderen wechseln kann. Da hilft dann auch der geführte Modus eines iPads nichts.

Natürlich kommen jetzt die Ober-Pädagogen, die etwas von Vertrauensverhältnis erzählen oder von einer Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kindern. Ich sage da eher, die Neugier siegt und sei es erst nach dem dritten oder vierten Mal. Wer nicht möchte, dass sich die Kinder auf Abwegen bewegen, wird derzeit gezwungen, die Filme mitzuschauen oder die App für Kinder grundsätzlich zu sperren.

Auch hier haben wir den Kundendienst angesprochen und es gibt derzeit keine Lösung für dieses Problem.

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